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Wallbox Fehler: Ursachen erkennen und richtig handeln

Wallbox lädt nicht, lädt nur einphasig oder der FI löst aus? Symptome, mögliche Ursachen, was Sie gefahrlos prüfen können und wann der Elektriker ran muss.

  • 52 Modelle im Vergleich
  • Quellen mit Datum
  • Stand 06.10.2026

Redaktion 11kW-Wallbox · Stand 06.10.2026 · 28 Beiträge · Mit * markierte Links sind Werbelinks

Kurzantwort: Lädt Ihr Auto an der Wallbox nicht oder nur mit rund 3,7 kW statt 11 kW, prüfen Sie zuerst Kabel, Fahrzeugeinstellungen, App und Anzeige: Die Ladeleistung bestimmt laut ADAC das langsamste Glied der Kette, in der Regel der Onboard-Lader des Fahrzeugs. Löst der FI aus, riecht oder erhitzt sich etwas oder bleibt der Fehler nach den hier beschriebenen Sichtprüfungen bestehen, ist eine Elektrofachkraft zuständig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie dürfen sichtbare Dinge und Software-Einstellungen prüfen: Stecker, Kabel, Anzeige, Fahrzeugmenü, App, WLAN, RFID-Karte. Arbeiten am Gerät, am Zählerschrank oder an der Zuleitung sind tabu.
  • 16 A einphasig ergeben 3,7 kW, 16 A dreiphasig 11 kW. Wenn nur etwa ein Drittel der Leistung ankommt, ist oft eine Phase nicht aktiv. Ursache kann das Fahrzeug, die Einstellung oder die Anlage sein.
  • Bei Rauch, Schmorgeruch, Brandspuren, beschädigten Kabeln oder Steckern, Wasser im Gerät oder einem FI, der immer wieder auslöst, beenden Sie die Nutzung und rufen eine Elektrofachkraft. Bei Feuer gilt der Notruf 112.
  • Heimische Leitungen sind laut ADAC im Regelfall nicht für hohe Dauerbelastungen ausgelegt; die Schuko-Steckdose ist nur als Notlösung gedacht.
  • Hinweise des Herstellers zu LED-Farben und Fehlercodes stehen in der Bedienungsanleitung Ihres Modells. Die Bedeutung der Farben ist nicht einheitlich geregelt.

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Ihr Fall ist „Wallbox lädt nicht“? Für den Fall, dass bei einer 11-kW-Wallbox gar nichts passiert, haben wir einen eigenen Beitrag mit Ursachen, Prüfungen und Hilfe: Wallbox lädt nicht: Ursachen, Prüfungen und Hilfe bei der 11-kW-Wallbox. Diese Seite hier ordnet dagegen alle gängigen Symptome in einer Übersicht.
Elektrosicherheit: Eine Wallbox arbeitet mit 230 V und 400 V und mit hohen Dauerströmen. Öffnen Sie das Gehäuse nicht, nehmen Sie keine Einstellungen an Schutzeinrichtungen im Zählerschrank vor und reparieren Sie keine Kabel oder Stecker. Nach § 13 NAV dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage außer vom Netzbetreiber nur Installationsunternehmen ausführen, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Die Hinweise unten beschränken sich deshalb auf das, was von außen sichtbar ist oder in Software und Fahrzeugmenü liegt.

So gehen Sie vor: Fehlerdiagnose in vier Schritten

  1. Beobachten: Was zeigt die LED oder das Display der Wallbox? Was meldet das Fahrzeug? Wann tritt das Problem auf (sofort nach dem Einstecken, nach Minuten, nur bei bestimmten Bedingungen)?
  2. Einordnen: Passt das Symptom zu einer Zeile der Tabelle unten? Dann gehen Sie zu den Prüfungen der Spalte „Was Sie gefahrlos prüfen können“.
  3. Prüfen: Arbeiten Sie nur die Punkte ab, die ohne Werkzeug und ohne Eingriff ins Gerät möglich sind.
  4. Entscheiden: Bleibt das Problem, oder gehört es zu den Fällen der letzten Spalte, beenden Sie die Prüfung und holen Fachleute: Elektrofachkraft für Anlage und Gerät, Hersteller-Support für Software und Garantie.

Symptome, Ursachen und Prüfungen im Überblick

Die Tabelle fasst typische Fehlerbilder zusammen. Die Ursachen sind mögliche Erklärungen, keine Diagnose: Welche zutrifft, lässt sich ohne Messung und Kenntnis Ihres Modells nicht sicher sagen.

SymptomMögliche UrsacheWas Sie gefahrlos prüfen könnenWann Elektrofachkraft oder Hersteller
LED oder Display zeigt Fehler (rot, blinkend)Fehlermeldung der Wallbox, zum Beispiel Kommunikations-, Temperatur-, Verriegelungs- oder Schutzfehler; Bedeutung je Hersteller verschiedenBedienungsanleitung öffnen und Farbe oder Code nachschlagen; Stecker abziehen und neu einstecken; Fahrzeug ausschalten und abschließen, nach einer Pause neu startenFehler kehrt zurück oder Meldung nennt Schutz-, Isolations- oder Fehlerstromfehler: Elektrofachkraft bzw. Hersteller-Support
Ladevorgang startet gar nichtStecker nicht vollständig eingerastet, Fahrzeug nicht entsperrt, Ladeplan oder Ladeziel im Fahrzeug, Freigabe per RFID oder App fehltLadeklappe, Stecker und Verriegelung prüfen (Rastgeräusch); Fahrzeugmenü auf Ladeplan, Ladegrenze und Ladestrom prüfen; Freigabe in App oder per RFID kontrollierenAlle Einstellungen stimmen und die Wallbox zeigt weiterhin keine Reaktion: Hersteller-Support, bei erloschener Anzeige Elektrofachkraft
Ladevorgang bricht abKommunikationsfehler zwischen Fahrzeug und Wallbox, Temperaturreduzierung, Lastmanagement oder PV-Steuerung, Verbindungsprobleme am SteckerStecker und Buchse auf Verschmutzung oder sichtbare Schäden prüfen; Ladeprotokoll in App oder Fahrzeug ansehen; Einstellungen für Ladestrom, Zeitplan und PV-Modus kontrollierenAbbruch wiederholt sich, auch mit anderem Kabel; Abbruch zusammen mit Geruch oder warmem Gehäuse: Gerät nicht mehr nutzen und Fachkraft rufen
Lädt nur einphasig oder mit wenig LeistungOnboard-Lader des Fahrzeugs ist ein- oder zweiphasig; Phasenumschaltung der Wallbox steht auf einphasig; Ladestrom in Wallbox oder Fahrzeug begrenzt; Lastmanagement oder Steuerung nach § 14a greiftFahrzeughandbuch zur maximalen AC-Leistung und Phasenzahl prüfen; in der App Phasenmodus und Ladestrom ansehen; Fahrzeug-Ladegrenze prüfenDas Fahrzeug unterstützt dreiphasiges Laden, aber auch mit korrekter Einstellung kommt nur eine Phase an: Verdacht auf Anlagenfehler, Elektrofachkraft
Ladeleistung deutlich niedriger als 11 kWBegrenzung durch Fahrzeug, Temperatur, Lastmanagement, Netzbetreiber-Steuerung (bis 4,2 kW im Steuerungsfall) oder ÜberschussmodusLademodus (Eco, PV, Schnellladen) in der App prüfen; Fahrzeugdisplay auf Ladeleistung und Hinweise zur Reduzierung ansehen; Ladeprotokoll vergleichenLeistung bleibt dauerhaft unter dem im Datenblatt Möglichen, obwohl alle Einstellungen passen: Hersteller-Support oder Elektrofachkraft
FI/RCD löst ausFehlerstrom im Fahrzeug, im Kabel oder in der Wallbox; Feuchtigkeit; Schutzeinrichtung reagiert auf FehlergleichstromNotieren Sie, wann er auslöst (beim Einstecken, beim Start, nach Minuten, bei Regen) und ob andere Verbraucher beteiligt sind. Keine wiederholten EinschaltversucheImmer: Elektrofachkraft. Bei wiederholter Auslösung Wallbox nicht weiter benutzen
App offline oder keine VerbindungWLAN-Signal am Stellplatz zu schwach, Router neu gestartet oder Passwort geändert, App-Update fehlt, Cloud-Dienst gestörtSmartphone am Stellplatz auf WLAN-Empfang testen; Router neu starten; App aktualisieren; ggf. Gerät in der App neu verbinden; Herstellerstatus abfragenWallbox lädt, ist aber dauerhaft offline und Neu-Einrichtung scheitert: Hersteller-Support
RFID-Karte wird nicht erkanntKarte nicht angelernt oder gesperrt, falsche Stelle am Lesefeld, Zugangsschutz in App aktivKarte langsam am Lesefeld halten; in der App prüfen, ob die Karte hinterlegt ist; Authentifizierung probeweise in der App freigebenWeitere Karten werden ebenfalls nicht erkannt: Hersteller-Support
Stecker lässt sich nicht abziehenFahrzeug verriegelt den Stecker, bis der Ladevorgang beendet und das Fahrzeug entsperrt istLadevorgang in App oder Fahrzeug beenden; Fahrzeug entsperren; im Fahrzeughandbuch die Entriegelung nachschlagenVerriegelung bleibt blockiert: Herstellerhinweis zur Notentriegelung beachten, keine Gewalt anwenden
Geruch, Hitze oder sichtbare SchädenDefekt an Stecker, Kabel, Gerät oder AnschlussLadevorgang beenden, Fahrzeug nicht weiterladen, Abstand halten, nichts berühren, was heiß oder beschädigt wirktSofort Elektrofachkraft; bei Rauch oder Feuer Notruf 112

Wallbox-Fehler: LED, Display und Fehlercodes

Die meisten Wallboxen melden ihren Zustand über Farben, Blinkmuster oder ein Display. Es gibt dafür keine einheitliche Regelung: Eine rote LED kann bei einem Hersteller einen Schutzfehler bedeuten, bei einem anderen eine fehlende Freigabe. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Faustregeln, sondern schlagen Sie die Meldung in der Bedienungsanleitung Ihres Modells nach. Die Kommunikation zwischen Wallbox und Fahrzeug läuft beim Laden nach Mode 3 über eine Steuerleitung (Control Pilot); Hintergrund finden Sie in den Glossarbegriffen Mode 3 und Control Pilot.

Nützlich ist eine kurze Dokumentation, bevor Sie etwas ändern: Foto der Anzeige, Uhrzeit, Fahrzeugmodell, Ladeprogramm, Wetter. Mit diesen Angaben kommen Support und Fachbetrieb schneller zur Ursache. Bei Geräten der in unserem Wallbox-Vergleich geführten Hersteller finden Sie auf den Herstellerseiten weitere Hinweise, etwa unter go-e, Easee, Heidelberg, KEBA, myenergi zappi und ABB.

Neustart und Reset: Was ist sinnvoll?

Ein einfacher Neustart durch Abziehen und erneutes Einstecken des Ladekabels und Aus- und Einschalten des Fahrzeugs kann Kommunikationsstörungen beheben. Der ADAC empfiehlt bei Problemen an öffentlichen Ladesäulen unter anderem, das Fahrzeug auszuschalten, den Stecker auf Verschleiß zu prüfen, ihn bis zur hörbaren Verriegelung einzustecken und nach dem Einstecken kurz zu warten und zu beobachten; als Ursachen nennt er Kommunikationsfehler zwischen Auto und Säule sowie Verschleiß am Stecker. Die Hinweise beziehen sich auf öffentliche Ladepunkte, lassen sich aber für die Sichtprüfung am Heimladekabel sinngemäß übertragen. Ein Werksreset der Wallbox, bei dem Einstellungen verloren gehen, sollte nur nach Anleitung des Herstellers erfolgen. Schalten Sie nicht die Stromzufuhr im Zählerschrank mehrfach ein und aus, um die Wallbox zu „resetten“.

Wallbox lädt nur einphasig: Ursachen und Prüfungen

Eine 11-kW-Wallbox* lädt mit 16 A auf drei Phasen. Nach den von ADAC und home&smart genannten Leistungsstufen entsprechen 16 A dreiphasig 11 kW, 16 A einphasig 3,7 kW und 32 A einphasig 7,4 kW. Kommt nur eine Phase zum Tragen, sinkt die Leistung entsprechend auf etwa ein Drittel.

Mögliche UrsacheWie Sie sie eingrenzenZuständig
Der Onboard-Lader des Fahrzeugs arbeitet nur einphasig (oder zweiphasig)Fahrzeughandbuch oder Datenblatt: maximale AC-Ladeleistung und Phasenzahl. Der ADAC nennt den Onboard-Lader als in der Regel begrenzendes Glied, ein-, zwei- oder dreiphasig mit unterschiedlicher MaximalleistungSie (nachschlagen); keine Reparatur nötig
Phasenumschaltung der Wallbox steht auf einphasigModelle mit Phasenumschaltung (zum Beispiel go-e Charger Gemini per App oder Fronius Wattpilot beim PV-Überschussladen) laden bei geringem Überschuss einphasig. App und Lademodus ansehenSie (Einstellung in der App)
Der Lademodus ist ein PV- oder Eco-ModusBeim PV-Überschussladen beginnt die Ladung einphasig ab 1,4 kW und dreiphasig erst ab 4,1 kW (6 A, 230 V, evcc-Dokumentation). Bei wenig Überschuss lädt das System bewusst langsam. Mehr dazu: Wallbox und PhotovoltaikSie (Lademodus wechseln)
Ladestrom ist in Wallbox oder Fahrzeug begrenztEinstellungen für den maximalen Ladestrom in der App und im Fahrzeugmenü vergleichenSie
Lastmanagement oder externe Steuerung reduziert die LeistungPrüfen, ob Lastmanagement, Energiemanager oder eine Steuerung nach § 14a EnWG aktiv ist. Im Steuerungsfall darf der Netzbetreiber auf bis zu 4,2 kW reduzierenSie (Hinweise lesen); Änderungen am System über Fachkraft oder Hersteller
Eine Phase der Anlage fehlt (Sicherung, Zuleitung, Anschluss)Das Fahrzeug unterstützt dreiphasiges Laden, andere Wallbox oder öffentliche Ladesäule laden dreiphasig, aber die Heim-Wallbox nicht. Weitere Prüfung nur durch MessungAusschließlich Elektrofachkraft
Rechenbeispiel (eigene Rechnung, ohne Ladeverluste und Ladekurve): Ein Fahrzeug soll 30 kWh nachladen. Bei 11 kW dauert das rund 2,7 Stunden (30 ÷ 11), bei 3,7 kW rund 8,1 Stunden (30 ÷ 3,7). Das Verhältnis entspricht der Zahl der aktiven Phasen. Die tatsächliche Dauer hängt vom Fahrzeug ab. Mit dem Rechner für Ladezeit und Ladekosten lässt sich das nachrechnen.

Wenn Sie ein Fahrzeug mit einphasigem Onboard-Lader haben, bringt eine leistungsstärkere Wallbox keinen Zeitvorteil. Das Thema vertieft der Beitrag 11 oder 22 kW Wallbox. Auch das Ladekabel kann die Leistung begrenzen: Für 11 kW ist laut ADAC ein dreiphasiges 16-A-Kabel ausreichend, ein einphasiges Kabel überträgt keine dreiphasige Ladung; Hinweise zur Auswahl stehen im Beitrag Typ-2-Ladekabel.

FI löst aus: Was das bedeutet

Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) trennt den Stromkreis, wenn ein Fehlerstrom fließt. Bei Wallboxen sieht die DIN VDE 0100-722 laut DKE je Anschlusspunkt entweder einen RCD Typ B oder einen RCD Typ A bzw. Typ F in Verbindung mit einer Fehlergleichstrom-Überwachung (Auslöseschwelle 6 mA DC) vor, zusätzlich einen RCD mit höchstens 30 mA Bemessungsdifferenzstrom. Wenn eines dieser Schutzelemente auslöst, hat es etwas erkannt, was es erkennen soll. Die Ursache kann im Fahrzeug, im Ladekabel, in der Wallbox oder in der Hausinstallation liegen; eine Ferndiagnose ist nicht seriös möglich.

Was Sie tun können: Notieren Sie, wann der Schutzschalter auslöst, ob dabei Regen oder Feuchtigkeit im Spiel ist, ob es mit einem anderen Fahrzeug oder Kabel ebenfalls passiert und ob andere Geräte am selben Stromkreis betroffen sind. Verzichten Sie auf wiederholte Einschaltversuche, bis die Ursache geklärt ist, und schalten Sie keine Schutzeinrichtung ab oder tauschen sie aus. Sinnvoll ist ein Termin mit dem Installateur, der die Anlage errichtet hat, oder mit einem anderen Fachbetrieb aus dem Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers. Die technischen Grundlagen zum Schutz erläutert der Beitrag Wallbox-Installation und Anmeldung.

App offline, WLAN und Updates

Viele Wallboxen sind über WLAN mit dem Heimnetz verbunden, einige zusätzlich per LAN oder Mobilfunk. Ein möglicher Auslöser für „offline“ ist die Funkqualität am Stellplatz, wenn Garage oder Carport weit vom Router entfernt liegen. Testen Sie mit dem Smartphone direkt neben der Wallbox, ob das Netz ankommt. Ändern Sie Router oder WLAN-Passwort, muss die Wallbox in der Regel neu verbunden werden. Das erledigen Sie über die App des Herstellers nach der Anleitung. Aktualisieren Sie die App, bevor Sie das Gerät neu einrichten. Hilft das nicht, fragen Sie den Hersteller-Support, insbesondere nach bekannten Störungen des Cloud-Dienstes.

Ob Ihr Modell auch ohne Netzwerkverbindung weiter lädt, steht im Datenblatt oder Handbuch; verallgemeinern lässt es sich nicht. Wenn Sie ein Modell mit integrierter SIM nutzen, etwa den go-e Charger Gemini* 2.0, wird die Verbindung laut Datenblatt mindestens fünf Jahre kostenlos bereitgestellt; danach fallen laut Hersteller 12 € pro Jahr an. Ein Modell mit LAN-Anschluss macht Sie unabhängig vom WLAN-Signal am Stellplatz. Wer einen Neukauf plant, findet im Beitrag Wallbox kaufen die Kriterien Anbindung und App. Zu Tarifen, PV und Steuerbarkeit: Smart & mit PV laden.

RFID, PIN und Zugangsschutz

Mit RFID oder PIN-Code stellen Sie sicher, dass nur berechtigte Nutzer laden. Das ist praktisch bei geteilten Stellplätzen, kann aber den Start verhindern: Wenn die Wallbox auf „Zugang nur mit Karte“ steht und die Karte nicht angelernt oder deaktiviert ist, passiert nach dem Einstecken nichts. Halten Sie die Karte ruhig und lange genug an das Lesefeld, prüfen Sie in der App, ob die Karte hinterlegt ist, und testen Sie, ob eine zweite Karte funktioniert. Manche Geräte erlauben die Freigabe in der App. Ob das bei Ihrem Modell möglich ist, steht in der Anleitung. Verlorene Karten sollten Sie sperren. Die myenergi zappi* beispielsweise bietet laut Datenblatt Zugang per PIN-Code (bis 127 Nutzer), die go-e-Geräte liefern einen RFID-Chip mit.

Wenn nichts hilft: Mobile Wallbox, Schuko und Notlösungen

Wenn Ihre feste Wallbox ausgefallen ist, ist die naheliegende Notlösung ein Ladekabel an der Haushaltssteckdose. Der ADAC rät davon ab, sie dauerhaft zu nutzen: heimische Leitungen sind laut ADAC im Regelfall nicht für hohe Dauerbelastungen ausgelegt, es könne zu Überhitzung oder sogar Kabelbränden kommen (ADAC, 18.04.2024); die Steckdose sollte nur im Notfall zum Laden verwendet werden, mit Leistungen von 1,8 bis 3 kW (Notladekabel: rund 2,3 kW bei 1 × 10 A). Eine feste CEE-Dose zu setzen ist wiederum Sache der Elektrofachkraft. Informationen zu mobilen Lösungen stehen im Beitrag Mobile Wallbox. Und wenn das Gerät grundsätzlich ersetzt werden muss, hilft der Wallbox-Vergleich bei der Auswahl.

Wann Sie die Wallbox nicht weiter benutzen sollten

  • Es riecht verschmort, das Gehäuse oder der Stecker wird ungewöhnlich heiß.
  • Gehäuse, Kabel oder Stecker sind sichtbar beschädigt, etwa durch Quetschung, Bruch oder Brandspuren.
  • Wasser ist ins Gerät eingedrungen oder die Wallbox stand unter Wasser.
  • Der FI löst wiederholt aus.
  • Die Wallbox zeigt dauerhaft eine Schutz-, Isolations- oder Fehlerstrommeldung.

In diesen Fällen trennen Sie, wenn das gefahrlos möglich ist, das Fahrzeug vom Ladevorgang, halten Abstand und beauftragen eine Elektrofachkraft. Bei Rauch oder Feuer wählen Sie den Notruf 112. Garantie- und Gewährleistungsfragen klären Sie mit dem Installateur und dem Hersteller; haben Sie Rechnung und Datenblatt aus dem Installationsprozess aufbewahrt, geht das schneller.

Fehler vorbeugen

  • Stecker und Buchse sauber und trocken halten, Kabel nicht knicken oder überfahren und ordentlich aufhängen. Der ADAC nennt unsachgemäße Steckerverbindungen durch das Kabelgewicht und Verschleiß am Stecker als Ursachen für Ladeprobleme.
  • Datenblatt, Prüfprotokoll, Rechnung und Anmeldebestätigung des Installateurs geordnet ablegen.
  • App und Wallbox-Software aktuell halten; Updates nach Anleitung des Herstellers einspielen.
  • Bei der Anschaffung die Fahrzeugdaten (Phasenzahl, maximale AC-Leistung) mit der Wallbox abgleichen. Hilfe bietet der Beitrag 11 oder 22 kW Wallbox.
  • Wallbox ordnungsgemäß von einer Elektrofachkraft installieren und beim Netzbetreiber anmelden lassen; der Ablauf steht im Beitrag 11-kW-Wallbox anmelden.

Häufige Fragen

Warum lädt meine Wallbox nicht?

Mögliche Ursachen sind ein nicht vollständig eingerasteter Stecker, ein Ladeplan oder eine Ladegrenze im Fahrzeug, eine fehlende Freigabe per RFID oder App, eine Fehlermeldung der Wallbox oder ein Ausfall der Stromversorgung. Prüfen Sie Stecker, Fahrzeugeinstellungen, Anzeige und App. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Beitrag zu „Wallbox lädt nicht“.

Warum lädt meine Wallbox nur einphasig?

Der Onboard-Lader des Fahrzeugs kann ein- oder zweiphasig arbeiten, die Wallbox kann auf einphasig stehen (Phasenumschaltung, PV-Modus), oder eine Phase der Anlage fehlt. Eine Wallbox mit 16 A einphasig liefert 3,7 kW statt 11 kW dreiphasig. Prüfen Sie Fahrzeughandbuch und App; bei Verdacht auf einen Anlagenfehler ist eine Elektrofachkraft zuständig.

Warum erreicht mein Auto die 11 kW nicht?

Die tatsächliche Ladeleistung wird laut ADAC vom langsamsten Glied bestimmt, in der Regel vom Onboard-Lader des Fahrzeugs. Zusätzlich können Lastmanagement, PV-Modus, Temperatur oder eine Steuerung nach § 14a EnWG (bis 4,2 kW im Steuerungsfall) die Leistung begrenzen.

Mein FI löst beim Laden aus. Was soll ich tun?

Beenden Sie den Ladevorgang, schalten Sie die Schutzeinrichtung nicht dauerhaft ab und versuchen Sie keine Reparatur. Notieren Sie, wann und unter welchen Bedingungen der FI auslöst, und beauftragen Sie eine Elektrofachkraft. Wiederholtes Auslösen ist ein Hinweis auf einen Fehlerstrom, der geprüft werden muss.

Was bedeuten die LED-Farben meiner Wallbox?

Es gibt keine einheitliche Bedeutung; sie hängt von Hersteller und Modell ab. Nur die Bedienungsanleitung Ihres Geräts liefert verbindliche Angaben. Notieren Sie Farbe, Blinkmuster und den Zeitpunkt, bevor Sie den Support kontaktieren.

Meine App zeigt die Wallbox als offline an. Was hilft?

Prüfen Sie den WLAN-Empfang am Stellplatz mit dem Smartphone, starten Sie den Router neu, aktualisieren Sie die App und verbinden Sie das Gerät nach Herstelleranleitung neu. Wenn das scheitert, kontaktieren Sie den Hersteller-Support. Fest installierte Geräte mit LAN-Anschluss sind weniger vom WLAN-Signal abhängig.

Darf ich die Wallbox selbst öffnen oder reparieren?

Nein. Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen nach § 13 NAV nur im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragene Unternehmen ausführen. Sie können Sichtprüfungen vornehmen und Software-Einstellungen ändern, das Gerät öffnen Sie nicht.

Kann ich zwischendurch an der Haushaltssteckdose laden?

Nur als Notlösung. Der ADAC weist darauf hin, dass heimische Leitungen im Regelfall nicht für hohe Dauerbelastungen ausgelegt sind und es zu Überhitzung oder sogar Kabelbränden kommen könne (ADAC, 18.04.2024).

Quellen

Methodik und Quellenprüfung: Quellen und Methodik.

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