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Glossar

EEBus

Redaktion 11kW-Wallbox · Stand 06.10.2026

Definition: EEBus ist eine herstellerunabhängige Kommunikationsschnittstelle für Energiemanagement im Haus, mit der Wallbox, Photovoltaik, Wärmepumpe und Stromnetz Informationen austauschen können; Träger ist die EEBus Initiative.

Eine gemeinsame Sprache für Energiegeräte

Hinter EEBus steht die Idee, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller und Technologien über eine frei nutzbare Schnittstelle Informationen zu Energie, Last und Preisen austauschen. Entwickelt wird der Standard von der EEBus Initiative e. V. Ziel ist es, den Austausch von Anwendungen und Diensten zur Steigerung der Energieeffizienz zu ermöglichen.

Szenarien rund um die Wallbox

Grenzen im Alltag

Dass ein Gerät „EEBus“ nennt, heißt nicht, dass es mit jedem anderen EEBus-Gerät alles kann. Der Funktionsumfang hängt davon ab, welche Anwendungsfälle der Hersteller umgesetzt hat. Vor dem Kauf lohnt der Blick ins Datenblatt, ob der gewünschte Anwendungsfall genannt ist. Aussagen zu einer festen Bedeutung für die Steuerung nach § 14a EnWG gibt es hier nicht; wie der Netzbetreiber Steuerbefehle übermittelt, regeln dessen Anschlussbedingungen und das intelligente Messsystem.

Einrichtung der Verbindung erfolgt in der Wallbox-App oder im Heimnetz; die Elektroinstallation übernimmt die Fachkraft.

Beispiel

Ein Haus mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Wallbox könnte bei Sonne die Wärmepumpe vorheizen und das Auto danach laden. Für diese Art der Abstimmung braucht es eine Schnittstelle wie EEBus oder ein System, das herstellerübergreifend übersetzt.

Verwandte Begriffe

  • Energiemanagementsystem (EMS): Ein Energiemanagementsystem koordiniert Wallbox, Photovoltaik, Speicher und Haushaltsverbraucher, um Anschlussleistung und Solarstrom zu steuern; es kann auch Netzbetreiber-Vorgaben nach § 14a EnWG umsetzen.
  • Modbus: Modbus ist ein 1979 von Modicon entwickeltes, offenes Client-Server-Protokoll, über das Zähler, Wechselrichter und Wallboxen Messwerte austauschen; Modbus/TCP ist seit 2007 Teil der IEC 61158.
  • OCPP: Das Open Charge Point Protocol (OCPP) ist ein offener, herstellerunabhängiger Standard für die Kommunikation zwischen Ladestationen und zentralen Managementsystemen; verbreitet sind Version 1.6 und 2.0.1.
  • PV-Überschussladen: Beim PV-Überschussladen lädt die Wallbox nur mit dem Solarstrom, den das Haus gerade nicht braucht; einphasig ist laut ADAC schon ab 1,4 kW Mindestleistung möglich, dreiphasig ab etwa 4 kW.
  • ISO 15118: ISO 15118 ist die internationale Normenreihe für die digitale Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladestation; sie ermöglicht Plug & Charge und bereitet bidirektionales Laden vor.

Ausführlich im Ratgeber

Quellen