Definition: Der IK-Code nach IEC/EN 62262 beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Gehäuses gegen mechanische Stöße von IK00 bis IK10; IK10 entspricht einer Schlagenergie von 20 Joule.
Stoßfestigkeit in Joule
Der IK-Code ergänzt den IP-Code. Er gibt an, welche Schlagenergie ein Gehäuse aushält, ohne dass seine Schutzwirkung verloren geht. Das K leitet sich phonetisch vom französischen „casser“ (zerbrechen) ab. Genormt ist das in IEC 62262 beziehungsweise EN 62262; geprüft wird mit Pendel- oder Fallhammer.
| Code | Schlagenergie | Prüfmasse und Fallhöhe |
|---|---|---|
| IK07 | 2 J | 500 g, 40 cm |
| IK08 | 5 J | 2 kg, 25 cm |
| IK09 | 10 J | 5 kg, 20 cm |
| IK10 | 20 J | 5 kg, 40 cm |
Relevanz für Wallboxen
Im Privatbereich sind Ladepunkte seltener Stößen ausgesetzt als im öffentlichen Raum. Wer eine Wallbox in einer offenen Garage, an einer Hofeinfahrt oder in einer Gemeinschaftsanlage anbringt, achtet auf die Angabe im Datenblatt: Fehlt sie, bedeutet das nicht automatisch Schwäche, nur fehlende Information. Hochwertige Gehäuse für Ladesäulen nennen gelegentlich IK08 oder höher.
Grenzen der Aussage
- Der Code bezieht sich auf das Gehäuse, nicht auf das Kabel oder den Stecker.
- Er ist kein Maß für Einbruch- oder Vandalismusschutz im engeren Sinn.
- Für einige Anwendungen gelten eigene Prüfungen, zum Beispiel die Ballwurfsicherheit von Sporthallenleuchten nach DIN VDE 0710-13.
Die Auswahl und Montage übernimmt eine Elektrofachkraft; die Vergleichstabelle der Wallbox-Modelle hilft bei der Auswahl nach Datenblattwerten.
Merkhilfe
Je höher die Zahl, desto größer die Schlagenergie, die das Gehäuse aushält.
Beispiel
Eine Wallbox mit der Angabe IK08 hält laut Norm einem Aufprall von 5 Joule stand; bei IK10 sind es 20 Joule.
Verwandte Begriffe
- Schutzart (IP-Code): Der IP-Code nach DIN EN 60529 gibt an, wie gut ein Gehäuse gegen Berührung, feste Fremdkörper und Wasser schützt; die erste Ziffer steht für Staub, die zweite für Wasser.
- Wallbox: Eine Wallbox ist eine fest montierte AC-Ladestation für Elektroautos; die 11-kW-Variante lädt dreiphasig mit 16 A bei 400 V und wird von einer Elektrofachkraft angeschlossen.
- Ladesäule: Eine Ladesäule ist ein freistehender, meist öffentlich zugänglicher Ladepunkt für Elektrofahrzeuge; für sie gilt in Deutschland die Ladesäulenverordnung, in der Neufassung seit 01.01.2026.
- Elektrofachkraft: Eine Elektrofachkraft ist eine für Elektroarbeiten ausgebildete Person; für Wallbox-Anschluss und -Inbetriebnahme verlangt die NAV ein im Installateurverzeichnis eingetragenes Unternehmen.
- Ladekabel: Ein Ladekabel verbindet Wallbox und Fahrzeug; für 11 kW genügt ein dreiphasiges Typ-2-Kabel mit 16 A, bei Wallboxen ohne festes Kabel muss es separat beschafft werden.
