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Glossar

Dreiphasiges Laden

Redaktion 11kW-Wallbox · Stand 06.10.2026

Definition: Dreiphasiges Laden nutzt alle drei Außenleiter und erreicht bei 16 A und 400 V 11 kW; es ist damit dreimal so schnell wie einphasig mit gleicher Stromstärke.

Alle drei Leiter arbeiten mit

Statt den Strom über einen Außenleiter zu schicken, verteilt die Wallbox die Last auf L1, L2 und L3. Dieselbe Stromstärke von 16 A liefert dann 11 kW statt 3,7 kW. Technisch steckt dahinter der Drehstrom des Hausnetzes; der Aufwand für die Zuleitung steigt durch die zusätzlichen Adern, ohne dass der Querschnitt je Ader größer werden muss.

Entscheidend ist die Fahrzeugseite

Ob die drei Phasen genutzt werden, entscheidet der Onboard-Lader. Ein Auto mit einphasigem Lader nimmt aus einer 11-kW-Box trotzdem nur etwa 3,7 bis 7,4 kW. Umgekehrt nützt ein dreiphasiger Bordlader mit hoher Leistung nur etwas, wenn auch die Zuleitung und die Absicherung mitspielen. Für 11 kW (400 V, 16 A) genügt ein dreiphasiges 16-A-Ladekabel.

Gut zu wissen

  • Die Aufteilung über drei Phasen sorgt für gleichmäßige Netzbelastung, Schieflast ist hier kaum ein Thema.
  • Bei der Anmeldung zählt die Summe aller Ladeeinrichtungen: Über 12 kVA verlangt die NAV die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers.
  • Ob eine 11-kW-Box oder 22 kW sinnvoll ist, klärt der Beitrag 11 oder 22 kW.

Beispielrechnung für den Alltag

Ein Pendler, der werktags 40 km fährt und 20 kWh je 100 km verbraucht, braucht pro Tag etwa 8 kWh. Mit 11 kW dreiphasig ist diese Menge rechnerisch in unter einer Stunde geladen, mit 3,7 kW einphasig in gut zwei Stunden. Beides passt in jede Nacht; den Unterschied spüren Sie erst bei großen Akkus oder spontanen Langstrecken. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel.

Verwandte Begriffe

  • Einphasiges Laden: Beim einphasigen Laden fließt der Strom über nur einen der drei Außenleiter; bei 16 A sind das 3,7 kW, bei 32 A höchstens 7,4 kW.
  • Drehstrom: Drehstrom ist das dreiphasige Wechselstromsystem des Hausanschlusses mit 400 V zwischen den Außenleitern und 230 V zwischen Außenleiter und Neutralleiter.
  • Onboard-Lader (OBC): Der Onboard-Lader im Fahrzeug wandelt Wechselstrom aus der Wallbox in Gleichstrom für den Akku um und begrenzt damit meist die nutzbare AC-Ladeleistung.
  • Schieflast: Schieflast ist die ungleiche Belastung der drei Außenleiter; Netzbetreiber begrenzen sie bei einphasigen Verbrauchern, damit das Netz symmetrisch bleibt.
  • Ladeleistung: Die Ladeleistung ist die pro Zeit übertragene Energie in kW; an einer 11-kW-Wallbox begrenzt meist der Onboard-Lader des Autos, nicht die Box, was tatsächlich ankommt.

Ausführlich im Ratgeber

Quellen