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Laden & Betrieb

Ladezeit an der Wallbox: Diese Faktoren bestimmen die Dauer

Elektroauto an der Wallbox in der Einfahrt als Beispiel für Ladezeit und Faktoren der Dauer
Die Ladezeit an der Wallbox hängt von Fahrzeug, Ladeleistung und Anschlussbedingungen ab.

Die Ladezeit an einer Wallbox hängt vor allem von der Ladeleistung der Wallbox, dem Bordladegerät des Elektroautos, der Batteriekapazität, dem aktuellen Ladezustand und den Ladeverlusten ab. Auch 11 kW laden nicht jedes Elektroauto gleich schnell, weil das Fahrzeug die mögliche Leistung begrenzt.

Die Ladezeit an der Wallbox ist die Zeit, die ein Elektroauto vom aktuellen Ladezustand bis zur gewünschten Zielkapazität benötigt und sie hängt vor allem von Ladeleistung, Bordladegerät, Batteriekapazität und Ladeverlusten ab.

In dieser Übersicht zu Ladefaktoren stehen die wichtigsten Einflüsse auf die Ladezeit an der Wallbox im Mittelpunkt. Wer die Ladezeit genauer verstehen will, sollte auch die Beiträge Ladezeit 11-kW-Wallbox: Wie lange lädt ein Elektroauto wirklich?, Ladeleistung einer 11-kW-Wallbox: Was wirklich ankommt und E-Auto laden mit 11 kW: Wie schnell lädt ein E-Auto an 11 kW? lesen.

Wovon hängt die Ladezeit an der Wallbox ab?

Die Ladezeit an der Wallbox hängt von mehreren festen Größen ab: Ladeleistung, Bordladegerät, Batteriekapazität, State of Charge und Ladeverluste. Die Wallbox liefert nur den Strom. Das Elektroauto bestimmt mit dem Bordladegerät, wie viel davon tatsächlich in die Batterie fließt.

Ein zentraler Grundsatz ist einfach: Mehr verfügbare Ladeleistung verkürzt die Ladezeit nur dann, wenn das Elektroauto diese Leistung auch aufnehmen kann. Beim Wechselstromladen (AC) wandelt das Bordladegerät den Strom im Fahrzeug in die passende Form für die Batterie um. Bei einer typischen 11-kW-Wallbox liegt die maximale Leistung im Drehstrom-Netz bei 11 Kilowatt, sofern die Installation und das Fahrzeug diese Leistung unterstützen.

Einfluss auf die Ladezeit haben außerdem Ladeverluste. Der Wirkungsgrad eines Ladeprozesses liegt nie bei 100 Prozent, weil beim Laden Wärme entsteht und Energie in der Elektronik verloren geht. Deshalb dauert das Laden an der Wallbox länger als eine einfache Rechnung aus Batteriekapazität und Ladeleistung vermuten lässt.

Welche Rolle spielen Ladeleistung und Bordladegerät?

Ladeleistung und Bordladegerät bestimmen gemeinsam die Obergrenze der Ladegeschwindigkeit. Die Wallbox gibt die verfügbare Leistung vor, aber das Bordladegerät des Elektroautos setzt die tatsächliche AC-Ladeleistung begrenzt um. Das langsamere Glied bestimmt die Ladezeit.

Eine 11-kW-Wallbox ist in Deutschland ein sehr verbreiteter Standard für das Laden zu Hause und im Betrieb. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Elektroauto an 11 kW lädt. Viele Fahrzeuge laden einphasig oder besitzen nur ein kleineres Bordladegerät. Dann liegt die tatsächliche Ladeleistung unter 11 kW, obwohl die Wallbox mehr bereitstellt.

Beim Wechselstromladen (AC) entscheidet auch die Phasenanzahl mit. Drehstrom mit drei Phasen ermöglicht bei gleicher Stromstärke mehr Leistung als einphasiges Laden. Deshalb lädt ein Elektroauto mit dreiphasigem Bordladegerät an einer 11-kW-Wallbox meist deutlich schneller als ein Fahrzeug mit einphasigem Onboard-Lader.

Wer die Ladeleistung genauer einordnen will, findet eine vertiefte Erklärung in Ladeleistung einer 11-kW-Wallbox: Was wirklich ankommt. Dort zeigt sich besonders klar, warum die nominelle Wallbox-Leistung nicht mit der realen Ladeleistung gleichzusetzen ist.

Faktor Einfluss auf die Ladezeit
Wallbox-Leistung Begrenzt die maximal mögliche AC-Ladeleistung
Bordladegerät Bestimmt, wie viel Leistung das Elektroauto aufnehmen kann
Phasenanzahl Drei Phasen ermöglichen bei Drehstrom mehr Leistung als eine Phase
Ladeverluste Verlängern die Zeit bis zum vollständigen Laden

Wie beeinflussen Batteriekapazität, Ladezustand und Ladekurve die Dauer?

Die Batteriekapazität, der State of Charge und die Ladekurve gehören zu den wichtigsten Gründen für unterschiedliche Ladezeiten. Eine große Batterie braucht bei gleicher Ladeleistung länger als eine kleine Batterie. Ein niedriger SoC am Start verkürzt die absolute Restladezeit, weil weniger Energie nachgeladen werden muss.

Die Ladekurve erklärt, warum das Laden nicht gleichmäßig verläuft. Viele Elektroautos laden im unteren und mittleren Bereich schneller als kurz vor 100 Prozent. Ab einem bestimmten Füllstand reduziert das Fahrzeug die Ladeleistung, um die Batterie zu schonen. Dadurch dauern die letzten Prozent oft überproportional lange.

Ein vollständiges Laden bis 100 Prozent ist deshalb an der Wallbox meist deutlich langsamer als ein Laden bis 80 Prozent oder 90 Prozent. Für den Alltag reicht oft ein Zielbereich unter 100 Prozent, weil die letzten Ladeprozent viel Zeit kosten und im normalen Betrieb selten nötig sind.

Die Batteriekapazität wird meist in Kilowattstunden angegeben. Für die Ladezeit zählt aber nicht nur die Nennkapazität, sondern die tatsächlich nachzuladende Energiemenge. Wer zum Beispiel von 20 Prozent auf 80 Prozent lädt, muss deutlich weniger Energie nachladen als bei 20 Prozent auf 100 Prozent.

Welche äußeren Faktoren verlängern die Ladezeit an der Wallbox?

Außenfaktoren verlängern die Ladezeit vor allem dann, wenn die Ladeelektronik oder die Energiezufuhr begrenzt wird. Dazu gehören Temperatur, Hausanschluss, abgesicherte Stromstärke, Kabelqualität und mögliche Leistungsbegrenzungen durch die Installation. Diese Faktoren wirken oft indirekt, aber deutlich.

Bei niedrigen Temperaturen lädt die Batterie vieler Elektroautos langsamer. Das Fahrzeug schützt die Batterie und reduziert dann häufig die Ladeleistung. Auch hohe Temperaturen können zu Drosselungen führen, wenn das Batteriemanagement eingreift. Die Wallbox selbst bleibt dabei meist konstant, aber das Elektroauto begrenzt den Stromfluss.

Auch die Elektroinstallation spielt eine Rolle. Wenn der Anschluss der Wallbox nicht die volle Leistung bereitstellt, liegt die effektive Ladeleistung unter dem Nennwert. Eine 11-kW-Wallbox braucht üblicherweise eine passende dreiphasige Versorgung. Fehlt diese Grundlage, lädt das Elektroauto langsamer als erwartet.

Zudem mindern Ladeverluste die Effizienz. Ein Teil der Energie geht in Wärme und Elektronik verloren. Dadurch braucht das Netz mehr Energie, als am Ende in der Batterie ankommt. Der Wirkungsgrad hängt vom Fahrzeug, der Temperatur und dem Ladebereich ab. Eine exakte allgemeine Prozentzahl ist dafür nicht seriös, weil die Werte je nach Modell abweichen.

Wie lässt sich die Ladezeit an der Wallbox grob berechnen?

Die Ladezeit lässt sich grob berechnen, indem die nachzuladende Energiemenge durch die tatsächlich ankommende Ladeleistung geteilt wird. Für eine praxistaugliche Schätzung braucht man Batteriekapazität, Start-SoC, Ziel-SoC und einen Zuschlag für Ladeverluste. Die Rechnung bleibt immer eine Näherung.

Die einfache Grundformel lautet: nachzuladende Kilowattstunden = Batteriekapazität × Ladeziel-Differenz. Wer von 20 Prozent auf 80 Prozent lädt, nutzt 60 Prozent der Batteriekapazität. Diese Energiemenge teilt man dann durch die reale Ladeleistung, nicht nur durch die Wallbox-Angabe.

Ein Beispiel ohne exakte Fahrzeugspezifikation: Eine Wallbox mit 11 kW lädt ein Elektroauto nur dann annähernd so schnell, wenn Bordladegerät und Installation das zulassen. Liegt die reale AC-Ladeleistung niedriger, verlängert sich die Ladezeit entsprechend. Zusätzlich erhöhen Ladeverluste die Dauer, weil nicht die gesamte Energie in der Batterie ankommt.

Wer eine schnellere Einordnung sucht, sollte die Ladezeit immer in drei Schritten denken: Start-SoC, Ziel-SoC und tatsächliche Ladeleistung. Erst diese drei Werte zeigen, wie lange das Laden an der Wallbox wirklich dauert. Die Tabellenwerte des Fahrzeugs und die Wallbox-Daten liefern dafür die Grundlage, aber die Fahrzeuggrenze bleibt entscheidend.

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Verfasst von

Daniel schreibt über Zubehör: Ladekabel, Adapter, Halterungen und Messgeräte. Er sieht sich Produkte aus der Perspektive des Käufers an, der sie danach jeden Tag in die Hand nimmt, und hat selbst drei Ladekabel gekauft, bevor eines in der richtigen Länge dabei war. Er hält wenig von Adaptern, die alles versprechen, und viel von einem Kabelhalter, der das Kabel vom Boden holt.

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